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Nahrungsmittelallergien bei Kindern weitaus häufiger

(07.07.2011/on) Nahrungsmittelallergien bei Kindern kommen weitaus häufiger als erwartet vor und können zu schweren Symptomen führen. Eine Studie von Forschern der Northwestern University Feinberg School of Medicine liefert nun aktuelle Zahlen zu allergischen Reaktionen auf Lebensmittel. In 40.000 Haushalten in den USA wählten die Forscher zufällig ein Kind aus, über dessen Allergien und körperliche Reaktionen die Eltern berichten sollten.

Die Forscher ermittelten, dass 8 Prozent aller unter 18-Jährigen in den Vereinigten Staaten, auf bestimmte Nahrungsmittel allergisch reagieren, also fast 6 Millionen Kinder und Jugendliche. Von dieser Gruppe zeigen über ein Drittel schwere körperliche Reaktionen und 30 Prozent haben mehrere Allergien gleichzeitig. Darunter stehen die Erdnüsse an erster Stelle, gefolgt von Milch und Fisch.

Nach den Ergebnissen leidet eins von 13 Kindern in den Vereinigten Staaten an einer Lebensmittelallergie. Durch den Umfang der Studie wird aufgezeigt, dass die kindliche Nahrungsmittelallergie ein ernsthaftes und immer bedeutsameres Problem ist.

Schlafmangel bei Kindern ein Diabetes-Risiko?

(01.02.2011/on) Viele übergewichtige Kinder bekommen laut einer Studie, die im amerikanischen Journal für Pädiatrie veröffentlich wurde, viel zu wenig Schlaf, was ihr Risiko auf einen späteren Typ-2-Diabetes erhöhen könnte.

Schlafforscher statteten runde 300 Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren mit einem kleinen, am Handgelenk getragenen, Gerät aus, das alle Bewegungen während des Tages aufzeichnete. Die Forscher stellten fest, dass übergewichtige Kinder weniger Schlaf bekamen. Die Schlafdefizite zeigten sich zudem im Zusammenhang mit einem Anstieg von Insulin und Blutzucker, was auf einen beginnenden Diabetes hinweist.

Gesundheitswissenschaftler haben schon seit einiger Zeit den Verdacht, dass zu wenig Schlaf eine wichtige Ursache für die Entwicklung von Übergewicht ist. Bis zu dieser Studie gab es hierfür nur Belege für Erwachsene, dass bereits Kinder betroffen sind, unterstreicht den Verdacht.

Auch Bakterien sorgen für Asthma

(21.10.10/on) Akute Asthmaanfälle bei kleinen Kindern müssen nicht immer nur auf virale Infektionen zurückgeführt werden. Eine neue Studie der Universität Kopenhagen zeigt auf, dass auch bakterielle Ursachen aktue Asthmaanfälle auslösen können.

Während virale Ursachen schwierig zu behandeln sind, gibt es gegen Bakterien Antibiotika. Daher könne ihre Studie die Behandlung von Asthma-Attacken bei Kindern grundlegend verändern, so die Kopenhagener Wissenschaftler.

Untersucht wurden 361 Kinder im Alter zwischen vier Wochen und drei Jahren mit schweren Asthma-Attacken. Dabei wurde die Häufigkeit gezählt, inwiefern virale und bakterielle Infektionen Auslöser waren. Mit einer ähnlich hohen Anzahl konnten die Forscher beide Arten der Infektionen feststellen.

Da Ärzte bakterielle Infektionen im Gegensatz zu viralen beim Asthma behandeln könnten, müssen jetzt weitere Studien folgen, die untersuchen, wie Antibiotika effektiv gegen Asthmaanfällen wirken. „Die Anwendung von Antibiotika bei Asthma-Attacken wäre geradezu revolutionär“, resümieren die Wissenschaftler.